Testo Du lässt dich geh'n

Testo Du lässt dich geh'n

Du bist so komisch anzuseh'n,
denkst du vielleicht, das find' ich schön,
wenn du mich gar nicht mehr verstehst,
und mir nur auf die Nerven gehst.
Ich trinke schon die halbe Nacht
und hab' mir dadurch Mut gemacht,
dir heut' endlich zu gesteh'n:
Ich kann Dich einfach nicht mehr seh'n.

Mit deiner schlampigen Figur,
gehst du mir gegen die Natur.
Mir fällt bei dir nichts and'res ein,
als Tag und Nacht nur brav zu sein.
Sag, worin leb' ich neben dir
und fühle gar nix neben mir?
Nur dein Geschwätz, so leer und dumm,
ich habe Angst, das bringt mich um.
Ja, früher warst du lieb und schön,
du lässt Dich geh'n, du lässt Dich geh'n.

Du bildest dir doch wohl nicht ein,
du könntest reizvoll für mich sein,
mit deinen unbedeckten Knien,
wenn deine Strümpfe Wasser zieh'n,
läufst im Morgenrock herum,
ziehst Dich zum Essen nicht mal um,
am Haar, da baumeln kreuz und quer
Lockenwickler hin und her,
schiefe Hacken obendrein,
wie fiel ich nur auf so was rein.

Vor meinen Freunden gibst du an
und stellst mich hin als Hampelmann,
das bringt mich nachts, sogar im Traum,
im tiefen Schlaf noch auf den Baum.
Ich hab' gedacht, du hast mich lieb,
dass ich für immer bei dir blieb.
Wenn du nur still wärst, das wär schön,
du lässt Dich geh'n, du lässt Dich geh'n.

Bei Tag und Nacht denk' ich daran,
ob das nicht anders werden kann.
Du bist doch schliesslich meine Frau,
doch wird' ich nicht mehr aus dir schlau.
Sag' mir doch, dass du mich noch liebst,
du dir etwas Mühe gibtst,
mit einem kleinen Lächeln nur,
tu' auch was für die Figur.
Dann hätt' ich wieder neuen Mut,
und alles würde wieder gut.

Sei doch ein bisschen nett zu mir,
damit ich Dich nicht ganz verlier',
denk an die schöne Zeit zurück,
die Liebe auf den ersten Blick,
wie ich am Abend zu dir kam,
Dich in meine Arme nahm.
An meinem Herzen, das wär' schön,
da lass' Dich geh'n, da lass' Dich geh'n.
Testi Leon Deane